|
|
Credit Default Swaps
Erschienen am 17. Oktober 2008 | aktualisiert am 06. November 2008
Credit Default Swaps sind eine Art Versicherung, die Gläubiger gegen einen Kreditausfall abschließen können. Dabei verpflichtet sich zum Beispiel eine Bank oder ein Hedgefonds, bei einem Kreditausfall die Summe zu ersetzen und erhält im Gegenzug eine Gebühr. Die Swaps können etwa für Anleihen, Bankkredite oder Hypotheken abgeschlossen werden. Damit verteilen Gläubiger das Risiko.
Credit Default Swaps unterliegen vor allem in den USA kaum einer Regulierung, so dass Investoren die Versicherungen auch dann kaufen können, wenn sie der entsprechenden Firma keinen Kredit gewährten und nur auf ein steigendes Ausfallrisiko wetten. Deswegen ist der Wert der Papiere weltweit mit geschätzten mehr als 60 Billionen Dollar viel höher als die eigentliche Kreditsumme. Die Swaps spielen in der Finanzmarktkrise eine wichtige Rolle. Der US-Versicherer AIG geriet wegen derartiger Geschäfte an den Rande des Zusammenbruchs und konnte nur mit Staatshilfen gerettet werden. Eine Pleite hätte möglicherweise weitere Investoren ins Trudeln gebracht, die wiederum Credit Default Swaps von AIG kauften. Credit-Squeeze
Erschienen am 17. Oktober 2008 | aktualisiert am 06. November 2008
Credit-Squeeze steht für Kreditverknappung, ursprünglich durch Eingreifen des Staates, um eine Überhitzung der Konjunktur abzukühlen. Im aktuellen Kontext beschreibt der Begriff, dass Banken weniger bereitwillig als zuvor Kredite vergeben und höhere Sicherheiten verlangen. In den Medien taucht in jüngster Zeit der Begriff Credit-Crunch teils gleichbedeutend mit Credit-Squeeze auf, teils als Steigerung. Endstufe wäre eine Kreditklemme, in der Banken wegen hoher Risiken nicht mehr willens oder - aufgrund eigener Mittelknappheit - nicht mehr fähig sind, Kredite zu vergeben. |