|
|
Derivate
Erschienen am 16. Oktober 2008 | aktualisiert am 06. November 2008
Derivate sind von variablen Basiswerten wie Rohstoffpreisen oder Aktienkursen abgeleitete, handelbare Papiere. Zu den Derivaten zählen Optionen, Termingeschäfte (Futures) und Swaps, die in immer neuen Varianten auf dem Markt auftauchen. Kritiker weisen auf den spekulativen Charakter von Derivaten hin, im Grunde handele es sich um Wetten auf die zukünftige Entwicklung der zugrundeliegenden Werte.
Kreditderivate gehören zur Gruppe der sogenannten Finanzinnovationen. Sie ähneln entweder einer Versicherung oder einer Anleihe auf den Kredit und werden überwiegend zwischen Banken, Versicherungen, aber auch Hedgefonds und Pensionskassen gehandelt. Wichtigste Variante sind Credit Default Swaps (CDS), eine Art von Kreditversicherung. Ihre Bedeutung hat in den vergangenen Jahren extrem zugenommen: Nach Angaben der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) belief sich der Nominalwert ausstehender CDS Ende 2007 auf 62,2 Billionen Dollar (etwa 45 Billionen Euro). Das ist etwa das 30-fache der deutschen Staatsverschuldung. 2004 bezifferte die Bundesbank das Volumen noch auf 5,5 Billionen Dollar. Auch Asset Backed Securities zählen zu den Kreditderivaten. |