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Abschreibung

aktualisiert am 06. November 2008

Bezeichnet den Wertverlust eines Unternehmensvermögens: Verliert ein Unternehmen Geld, so muss es diesen Verlust abschreiben. Damit sinkt der Wert des Unternehmensvermögens. Da die Investitionen in US-Hypotheken nur noch einen Bruchteil ihres Ursprungswerts besitzen, verlieren die Finanzkonzerne durch entsprechende Abschreibung Milliarden. Die erforderlichen Abschreibungen in den Bilanzen haben viele Institute in die roten Zahlen getrieben

Subprime

aktualisiert am 14. Oktober 2008

Die sogenannten "Subprime-Kredite" sind Hypothekendarlehen, die Kreditnehmern mit geringer Bonität (Kreditwürdigkeit) gewährt werden. Als die Haus- und Immobilienpreise in den USA stark stiegen, ermöglichten aggressive US-Banken auch Bürgern mit geringem oder unsicherem Einkommen problemlos Kredite. Die Banken verlangten keine Anzahlung, keine exakten Einkommensangaben und lockten mit niedrigen Einstandszinsen. Diese "Subprime"-Kredite an Kunden von zweifelhafter Bonität wurden in kurzer Zeit zu einem Milliardengeschäft.

Verbriefung

Erschienen am 14. Oktober 2008 | aktualisiert am 06. November 2008

Mit Verbriefung kann eine Bank Forderungen aller Art - aus Hypothekenkrediten, Autokrediten, Kreditkartennutzung, Leasingverträgen - in handelbare Wertpapiere umwandeln und diese verkaufen, um Geld für neue Geschäfte zu bekommen. Gleichzeitig verringert sie mit dem Verkauf die Belastung der eigenen Bilanz durch Kredite, für deren Ausfallsicherung sie Reserven vorhalten muss.

 

Das in seinen Details äußerst komplizierte Verfahren kam in den 90er Jahren aus den USA und Großbritannien auch nach Deutschland, wie die in diesem Bereich ebenfalls tätige KfW erläutert. Die Verbriefung erfolgt mit der Übertragung der Forderungen an eine ausschließlich dafür gegründete Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV), die häufig in Steueroasen angesiedelt werden. Die Zweckgesellschaft finanziert den Kauf der Forderungen durch die Ausgabe neuer verzinslicher Wertpapiere, die von zugrundeliegenden Hypotheken oder anderen Sicherheiten gedeckt sein sollen. Die Zinsen auf diese Papiere werden aus den einlaufenden Tilgungen der zugrundeliegenden Kredite aufgebracht. Zudem übernehmen die ursprünglich ausgebenden Banken häufig Garantien zum Beispiel in Form von Kreditlinien, um die Papiere für Investoren attraktiver zu machen.

Zwangsverwaltung

Erschienen am 14. Oktober 2008 | aktualisiert am 06. November 2008

Die beiden größten Baufinanzierer der USA, Fannie Mae und Freddie Mac, wurden wegen ihres drohenden Bankrotts unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt. Dafür hat die US-Regierung eigens eine neue Behörde eingerichtet, die Federal Housing Finance Agency (FHFA). Die Institute sollen mindestens ein Jahr staatlich geführt werden, von einem sogenannten Konservator. In dieser Zeit soll dann überlegt werden, ob die Banken weiter staatlich bleiben oder völlig neu geordnet werden.

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